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Gemeinderat am 24.06.2026

Extrem heiß ging es in der letzten Sitzung des Gemeinderates vor der Sommerpause zu. Grund waren nicht heftige Diskussionen, sondern die extremen Außentemperaturen von über 40 Grad.
Themen waren die “Dauerbrenner”, Neubau der Mensa an der Grundschule, Heizung Bürgerhaus und die Sanierung Hauptstraße 36. Auch einige Bauanträge bzw. Bauvoranfragen wurden diskutiert.


1.  Grundschule Steinweiler - Neubau Mensa.

War man bisher beim Anbau der neuen Mensa immer von einem Bau in Holzständerbauweise ausgegangen, so hatte im letzten Bauausschuss das Planungsbüro mitgeteilt, dass bei den Berechnungen des Statikers es sich herausgestellt hatte, dass ein Massivbau wirtschaftlicher sei. Die Bauteile seien für einen Holzbau unwirtschaftlich groß, so die Planer. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile war der Bauausschuss dieser Argumentation gefolgt.
Dr. Anke Kühne (Grüne) wollte diese Änderung so nicht akzeptieren. Es fehle ein wirklicher Kostenvergleich der beiden Varianten Holzbau zu Massivbau. Sie plädierte für den Holzbau da dieser, mit einer kürzeren Bauzeit, den Schulbetrieb wenige belastet. Der Holzbau sei auch nachhaltiger so Kühne. Für Markus Marz (SPD) waren die Argumente der Planer schlüssig. Durch die relative große Spannweite der Decke seine die Holzbauteile unwirtschaftlich. Auch für die Isolation des Gebäudes sei ein Massivbau besser. Ortsbürgermeister Michael Detzel (CDU) erinnerte an das öffentliche Vergaberecht, wenn der Statiker zu einem unerwarteten Ergebnis kommt, kann man diesen nicht austauschen und sich einen suchen der das gewünschte Ergebnis liefert.
Mit großer Mehrheit folgte der Rat dem Vorschlag des Bauausschuss und stimmte für den Massivbau.
Dem Rat wurde auch eine aktuelle Kostenschätzung vorgestellt. Ohne die Inneneinrichtung, die Außenanlagen und die Planungskosten beläuft diese sich nun auf 2.023.000,00 € / brutto. Bis der Bau fertig ist, werde man wohl nahe an 3 Mio. € sein, schätz Ortsbürgermeister Detzel.


2.  Information über die Erneuerung der Heizung im Bürgerhaus.

Am 03.06. fand die Abnahme der neuen Heizung im Bürgerhaus statt. Hauptproblem ist immer noch die Lärmentwicklung der Wärmepumpe. Zur weiteren Klärung wurde jetzt eine Schallmessung beauftragt. Kosten 4.800 €. Wenn das Ergebnis dieser Messung vorliegt wird über eventuell notwendigen Schallschutz entschieden. Aus diesem Grund bleibt auch die provisorische Einzäunung stehen.
Ob die Anlage auch unter “Volllast” zuverlässig arbeitet wird sich erst in der neuen Heizperiode herausstellen.


3.  Sanierung und Nutzungsänderung Hauptstraße 36.

Beim Gebäude, Hauptstraße 36, gibt es seit der letzten Sitzung keine neuen Erkenntnisse. Man wartet immer noch auf die Stellungnahme des Denkmalschutzes und die daran hängende Baugenehmigung. Ärgerlich ist, dass Teile des Landeszuschuss verfallen können, wenn sie nicht in diesem Jahr abgerufen werden.
Norbert Knauber (CDU) kritisierte scharf die sehr langen Bearbeitungszeiten der Landesdenkmalpflege. Ganz offensichtlich ist man in dieser Behörde noch nicht in diesem Jahrhundert angekommen, so Knauber.


4.  Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes und der Dorfmoderation.

Die letzte Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes erfolgte 2013. Um auch in der Zukunft an Landeszuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm zu kommen, muss jetzt eine Fortschreibung erfolgen. Für die notwendige Dorfmoderation wird mit Kosten in Höhe von rund 10.000 € gerechnet. Diese würden zu 90% vom Land gefördert. Ohne Diskussion beschloss der Rat die Fortschreibung und beauftragte die Verwaltung die notwendigen Anträge zu stellen.


5. Information zur Übernahme der Trägerschaft der kath. KiTa.

Zur Vorbereitung der Überleitung der Trägerschaft fand am 10. Juni ein Gespräch zwischen Vertretern der Ortsgemeinde, der Verbandsgemeinde, des Elisabethenvereins und der kath. Kirche statt.
Ein sehr wichtiger Punkt ist die Überleitung des Personals. Der Rat ist sich einig, dass dem Personal durch den Arbeitgeberwechsel, keine Nachteile entstehen sollen. Besonders zu berücksichtigen sind hier die Anwartschaften aus der Zusatzversorgungskasse (Betriebsrente) wenn das Personal von der kirchlichen Zusatzversorgung zur Bayerischen Versorgungskammer (= Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes) wechselt. Hier wird voraussichtlich eine Ausgleichszahlung von rund 44.000 € fällig. Die Personalabteilung der VG-Verwaltung wird nun zusammen mit der Kirchenverwaltung die genauen Modalitäten besprechen.
Man ist allgemein optimistisch, dass die Übernahme zum 1.1.2027 erfolgen kann.


6. LEADER-Förderung - Anschaffung einer LED-Wand für das Bürgerhaus.

Die Ortsgemeinde hatte im Rahmen der LEADER-Förderung (= Mittel der EU für den ländlichen Raum) zwei Projekte zur Förderung eingereicht. Zu einem eine mobile Lautsprecheranlage, hauptsächlich für den Friedhof und eine LED-Wand für den Saal des Bürgerhauses. Während der Antrag für die Lautsprecheranlage abgelehnt wurde, gab es für die LED-Wand einen positiven Bescheid. Auf die geschätzten Kosten von rund 11.000 € erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 8.000 €.


7. Bauanträge und Bauvoranfragen.

Obergasse 20 - Errichtung von 2 Wohngebäuden mit insgesamt 8 Wohneinheiten
Hier sollen das bestehende Wohnhaus und die Scheune abgerissen werden und zwei neue Wohnhäuser entstehen. Grundsätzlich hatte der Rat keine Probleme mit diesem Projekt, da es ähnliche Gebäude in der Nachbarschaft gibt. Kritisch werden von Rat nur die geplanten Parkplätze auf dem bisherigen Gartenbereich (Nordteil des Grundstückes) gesehen. Die Gärten bilden hier den Übergang in das Landschaftsschutzgebiet. Da man ähnliche Pläne bereits abgelehnt hat, wurden nun auch diese Parkplätze abgelehnt.

Ringstraße 5 - Ausbau der bestehenden Scheune sowie Errichtung eines Anbaus
Diese Bauvoranfrage führte zu einer kleinen Diskussion. In ihrer Stellungnahme empfahl die Bauabteilung der Verbandsgemeinde den Anbau abzulehnen. Das Gebäude würde sich hinsichtlich der Bautiefe nicht in die nähere Umgebung einfügen.
Diese Stellungnahme konnte Norbert Knauber (CDU) nicht verstehen. Auf allen Seiten des Grundstückes stehen größere Gebäude. Auch ist der Anbau von keiner Straße aus zu sehen. Nachdem man, unter anderem, auch Luftbilder zu Rate gezogen hatte, kam der Rat zur gleichen Überzeugung wie Knauber und erteilte das Einvernehmen.

Hauptstraße 25 - Umnutzung von Gewerbeflächen zu einer Wohneinheit.
Dieser Bauantrag kam nun schon zum zweiten M

al von der Kreisverwaltung an den Rat zurück. Die Begründung des Rates, Erhalt der letzten Gewerbeflächen im Ortskern, sei rechtlich nicht möglich, so die Kreisverwaltung. Da sich an der Sachlage nichts geändert hat, sah der Rat keinen Grund von seiner bisherigen Meinung abzurücken und verweigerte erneut das Einvernehmen.

Eisgasse 5 - Neubau von 4 Doppelhäusern.
Auch dieser Bauantrag war schon einmal im Rat behandelt worden. Hier ist die Kreisverwaltung der Meinung, dass die Pläne sich in die Umgebungsbebauung einfügen. Ganz anderes sieht es die Bauabteilung der VG-Kandel und auch der Rat. Hauptkritikpunkt ist, dass die Straßenansicht, hier stehen die Nachbargebäude mit der Giebelwand an der Straße, durchbrochen wird und direkt an der Straße Parkplätze entstehen sollen wogegen das erste Haus von der Straße abgerückt ist. Auch hier blieb der Rat bei seiner Meinung und verweigerte das Einvernehmen. 

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